Mit Zuversicht in die Zukunft

Industrieunternehmen des Kreises Mettmann trafen sich zum Wirtschaftsforum

IHK-Präsident Andreas Schmitz im Gespräch mit der Moderatorin Stephie Kowalewski

Text: IHK-Redaktion

„Industrie im Kreis Mettmann – Motor aus der Krise?!“ war der Titel des 14. Wirtschaftsforums der IHK Düsseldorf im Kreis Mettmann. Rund 85 Gäste waren am 18. November dabei. In Zeiten der Pandemie ging diese Veranstaltung erstmals rein virtuell über die digitale Bühne. Moderiert wurde sie von Stephie Kowalewski, Redakteurin der WDR 2 Lokalzeit.
Andreas Schmitz, Präsident der IHK Düsseldorf, betonte bei seiner Begrüßung, dass er sehr stolz auf die Unternehmen des IHK-Bezirks sei. „Sie haben mich in den letzten Monaten schwer beeindruckt“, sagte er. Denn Die Wirtschaft müsse ständig Krisenszenarien erarbeiten, Hygiene- und Sicherheitskonzepte überprüfen und teilweise komplett neu implementieren.

Illustre Gäste

Auf dem Online-Podium standen außerdem NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sowie Landrat Thomas Hendele Rede und Antwort. Außerdem waren vier Vertreter mittelständischer Industrieunternehmen aus dem Kreis Mettmann dabei: Ralf Burmester geschäftsführender Gesellschafter der Helbako GmbH, Heiligenhaus, Marc Oliver Köhler, Geschäftsführer der Brüninghaus & Drissner GmbH, Hilden, Gabriele Kracht, geschäftsführende Gesellschafterin der Credo Stahlwarenfabrik Gustav Kracht GmbH & Co. KG, Haan, und Olaf Tünkers, Geschäftsführer der Tünkers Maschinenbau GmbH, Ratingen. Sie sprachen über die aktuelle wirtschaftliche Situation ihrer Unternehmen, ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Krise und ihre Erwartungen für die Zukunft.

Industrie zeigt sich robust

Ihr Fazit: Die Corona-Krise hat alle Unternehmen bereits im ersten Lockdown hart getroffen mit Umsatzverlusten, Kurzarbeit und Home-Office. Dennoch hat sich die robuste und breit aufgestellte Industrie im Kreis Mettmann bereits von der nach wie vor andauernden Corona-Krise etwas erholen können. Das lag auch an der Innovationsfreudigkeit der Betriebe und der Bereitschaft, die Digitalisierung in den Unternehmen voran zu treiben.
Eine Einschätzung, die Pinkwart bestätigte. Er betonte, dass das Land der Wirtschaft in der Corona-Krise mit zahlreichen Instrumenten habe helfen können – Stichworte seien Soforthilfe, Kurzarbeitergeld und Steuerstundungen. Auch werde das Glasfasernetz weiter ausgebaut – zur Stärkung der Digitalisierung. Er warb zudem für mehr Verständnis der Bevölkerung für Industrieprojekte. Letztlich sicherten sie Arbeitsplätze. Zudem seien die neuen Anlagen in hohem Maß umweltfreundlich. Er werde sich weiterhin für die starke Region Neanderland einsetzen, auch vor dem Hintergrund der Förderkulisse „Rheinisches Revier“ und der Fördermittel für das Ruhrgebiet.

Rede und Antwort standen auch Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann (links), und NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Kreativität ist gefragt

Thomas Hendele, langjähriger Landrat des Kreises Mettmann, betonte, dass der wirtschaftsstarke Kreis Mettmann dank der Industrie bislang gut durch die Krise gekommen sei. Das sei auch der Kreativität der Unternehmen zu verdanken. Er setzt sich – gemeinsam mit der IHK Düsseldorf – für die Entwicklung neuer und die Revitalisierung bestehender Gewerbegebiete ein. Im kommenden Jahr werde es ein vom Kreis und der IHK vergebenes Gutachten geben.
Die Unternehmer auf dem Podium blickten auf die positiven Folgen der Krise. So treibt sie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle voran. Die Megatrends sind Automatisierung und Digitalisierung. Ein Ergebnis dieser Entwicklung: Die Digitalisierung hat die Wartung von Anlagen aus der Ferne möglich gemacht. Zudem machten die Unternehmen aus der Not eine Tugend und nutzten die Zeit in der Krise etwa zum Lagerumbau oder zur Optimierung der Logistik. Grundsätzlich lobende Worte fanden die Unternehmer über die staatlichen Corona-Hilfen. Allerdings würde die Vergabe von Krediten – auch bedingt durch strenge Prüfkriterien – zu lange dauern.

Die Stimmung steigt

Für eine Aufhellung der Stimmung sorgen bei den Wirtschaftsvertretern die Zahlen der Autoverkäufe. Sie steigen wieder – nicht nur im asiatischen Raum, sondern auch in Europa und Deutschland. Auf dem Wunschzettel der Unternehmer stehen die Förderung des freien Welthandles und weniger internationaler Protektionismus ganz oben.
Das Stichwort Impfstoff lässt alle auf ein baldiges Ende der Pandemie hoffen und positiv in die in die Zukunft blicken. Spätestens dann kann die Industrie im Kreis Mettmann der Motor werden, der die Wirtschaft aus der Krise bringt.

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