Selbstständig trotz Corona-Krise

Dominik Dugandzic hat die Event-Agentur Himalayeah! gegründet

Text: Sylvia Rollmann, Foto: Himalayeah!

Kein Berg zu hoch, kein Weg zu weit! Das ist das Credo von Dominik Dugandzic. Nein, der 36-Jährige ist kein Spezialist für Trekkingtouren zum „Dach der Welt“, obwohl er seinem noch jungen Unternehmen den Namen Himalayeah! gegeben hat. Das aber widmet sich ganz anderen Hürden.

„Himalayeah! ist eine Agentur für Digital- und Live-Events“, erklärt der Firmengründer. „Wir zeigen, wie man Veranstaltungen zeitgemäß umsetzt und sind die junge Antwort auf den Berg an Veränderungen, den spätestens die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat.“
Im März 2021 hat Dugandzic seinen Traum von der eigenen Agentur in die Tat umgesetzt: Himalayeah! war geboren. Ob Messen, Präsentation, Festivals oder Mitarbeiter-Events – das aktuell dreiköpfige Team der Langenfelder Agentur konzipiert, organisiert und realisiert analoge, digitale und hybride Veranstaltungen. „Wir können mit großen Dax-Konzernen ebenso wie mit kleinen Betrieben, unterstützen auch Agenturen, Institutionen und Verbände. All das ohne schweren Agenturapparat“, verspricht Dugandzic. Kein Job sei zu klein, kein Projekt zu groß, und bei Bedarf könne er auf regionale Profis aus anderen Disziplinen zurückgreifen.

Foto: Himalayeah!

„Events müssen neu gedacht werden“

Dominik Dugandzic, Himalayaeh!

Gründen in Corona-Zeiten? Gerade die Pandemie habe ihm neue Möglichkeiten eröffnet, erklärt Dugandzic. „Vor Corona gab es bereits vereinzelt digitale und hybride Veranstaltungen, jetzt aber wurde der Wandel beschleunigt, Events müssen neu gedacht und passgenaue Formate entwickelt werden.“ Eine Aufgabe, für die der Jungunternehmer reichlich Erfahrung mitbringt. Bei der ehemaligen BBDO-Tochter Pleon Event + Sponsoring absolvierte er eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann, schloss daran ein Studium zum Marketing-Kommunikations-Ökonom an. Mehr als zehn Jahre arbeitete er im Event-Business – bei Agenturen, dem Bundesverband Digitale Wirtschaft und der Stiftung Insel Hombroich, war zuletzt als freier Projektleiter für Live-Kommunikation tätig und ist Mitglied im IHK-Prüfungsausschuss der Veranstaltungskaufleute. „Ich habe die verschiedenen Perspektiven der Eventplanung kennengelernt und hatte den Drang, dieses Wissen in meine eigene Agentur einzubringen.“ Zweifel? Ja, auch die habe es mal gegeben, „aber ich habe vor allem das enorme Potenzial gesehen, das eine Agentur wie Himalayeah! im Rheinland hat“.

Foto: IHK Düsseldorf

„Das Gründungsinteresse ist ungebrochen“

Mathias Meinke, IHK Düsseldorf

Im IHK-Bezirk Düsseldorf ist Dominik Dugandzic in bester Gesellschaft. Trotz Corona ist das Gründungsinteresse ungebrochen. „2020 war die Zahl der Beratungsgespräche um zehn Prozent höher als noch 2019“, berichtet Mathias Meinke, Teamleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung der IHK Düsseldorf. In konjunkturell schwierigen Zeiten sorgten sich Angestellte um ihren Job und gingen dann dem manchmal lang gehegten Wunsch nach, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Aber: „Nur wer sich ein innovatives Geschäftsmodell überlegt, sich am Bedarf des Marktes ausrichtet und vom Wettbewerb absetzt, hat die Chance auf Erfolg“, sagt Meinke. Und obwohl sich digitale Geschäftsideen als Gewinner der Corona-Krise kristallisierten, liege der Erfolg nicht allein in der Branche verortet. „Sind das Geschäftsmodell, das Werteversprechen und die Problemlösungskompetenz, die das Unternehmen seinen Kunden verspricht, gut ausgearbeitet, dann lässt sich selbst in der konservativsten Branche etwas erreichen.“

Hilfe von der IHK Düsseldorf

Sich selbstständig zu machen, sei immer eine gute Idee, betont der IHK-Experte. Gründende sollten sich dabei an eines der 75 Startercenter in NRW wenden, die individuelle Beratung, Schulungen und Informationen zu Fördermitteln bieten. Träger sind die Kammern und kommunalen Wirtschaftsförderungen. Auch Dominik Dugandzic fand dort Unterstützung, zudem half das Langenfelder Coworking und Business Center Werft 4.0 mit einem Gründerstipendium und einem flexiblen Arbeitsplatz. Er ist sicher: Die Gründung von Himalayeah! war der richtige Schritt – auch und gerade in Pandemie-Zeiten. „In vielen Bereichen gibt es kein Zurück zum Altbewährten, deshalb sind kreative Lösungen gefragt – live wie digital. Wir helfen dabei, das Beste aus beiden Welten zu vereinen.“

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