Was macht eigentlich der Expat Service Desk?

Bereits der Name macht neugierig auf die Institution, die vor vier Jahren von der Stadt Düsseldorf, dem Kreis Mettmann und der IHK Düsseldorf gegründet wurde.

Svitlana Bayer ist Projektleiterin des Expat Service Desks.

Text: IHK-Redaktion, Foto: Paul Esser

Als „Expats“ – kurz für „Expatriates“ (lat. Ex „aus“ und patria „Heimat“) – werden internationale, hochqualifizierte Fach- oder Führungskräfte bezeichnet, die zeitweise oder dauerhaft in der Region Düsseldorf leben und arbeiten. Nach ihrem Umzug nach Deutschland stehen sie häufig vor zahlreichen Herausforderungen – organisatorischen, kulturellen und sozialen. Auch für die Unternehmen ist der Einsatz internationalen Personals nichts, was sich nebenher erledigen lässt. Bis die neuen Mitarbeitenden Fuß in Deutschland gefasst haben, müssen sie ihnen in der Regel kräftig unter die Arme greifen. Und das bindet Ressourcen, die vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen knapp sind. Genau hier setzt das Angebot des Expat Service Desk ME&DUS an. Er bietet Beratung zu allen wichtigen Themen, von aufenthaltsrechtlichen und administrativen Verfahren bis zu Fragen des täglichen Lebens in der Region Düsseldorf.

Foto: Privat

„Der Expat Service Desk hat viel Potenzial, um sich zu entwickeln“

Svitlana Bayer, Projektleiterin Expat Service Desk

Mehr als 500 Firmen und doppelt so viele Expats wurden seit Eröffnung der Servicestelle 2017 beraten. Das waren nicht nur lokale Firmen, die im Ausland aktiv sind und dann die internationalen Fach- oder Führungskräfte in Deutschland einsetzten. Auch internationale Unternehmen, die sich in der Region angesiedelt haben und Mitarbeitende aus ihrem Herkunftsland holen, gehören zu den Kunden. „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Expat Service Desk den Unternehmen – gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel – einen Mehrwert bietet und den Standort international attraktiver macht“, sagt Svitlana Bayer, die die Beratungsstelle von Anfang an mitgestaltet hat. Vor kurzem hat sie die Leitung übernommen – und hat einiges vor. „Der Expat Service Desk hat viel Entwicklungspotenzial. So wollen wir die Online-Präsenz mit maßgeschneidertem Service ergänzen. Außerdem gilt es, die regionalen Kooperationen auszubauen“, sagt die neue Projektleiterin.

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