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Stimmungskrise in der Region: Unternehmen verlieren Hoffnung auf schnelle Erholung

Die Wirtschaft in Düsseldorf und am Mittleren Niederrhein blickt wieder deutlich pessimistischer in die Zukunft. Der Krieg im Iran, steigende Energiepreise und die anhaltende Unsicherheit auf den Weltmärkten setzen den Unternehmen massiv zu. Das zeigt eine aktuelle Blitzumfrage der IHK Düsseldorf unter knapp 600 Betrieben.

Text: IHK Redaktion; Adobe Stock; Stand 5/2026

Unsicherheit belastet die Wirtschaft massiv

„Stark gestiegene Energie- und Kraftstoffpreise, weltwirtschaftliche Unsicherheit, die US-Zollpolitik und fehlende wirtschaftspolitische Reformimpulse der Bundesregierung belasten die Unternehmen erheblich“, erklärt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.

Besonders alarmierend: Die Geschäftserwartungen sind innerhalb weniger Monate regelrecht eingebrochen. Nur noch 12,5 Prozent der Unternehmen rechnen mit besseren Geschäften – Anfang des Jahres waren es noch 20,4 Prozent. Gleichzeitig erwartet inzwischen mehr als jedes dritte Unternehmen eine weitere Verschlechterung der Lage.

Vor allem die Sorge vor neuen Belastungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten wächst. Die mögliche Blockade der Straße von Hormus verunsichert viele Betriebe. „Die Unternehmen in unserem IHK-Bezirk brauchen stabile Lieferketten und verlässliche Energiepreise“, so Berghausen.

Einzelhandel besonders unter Druck

Der IHK-Stimmungsindex fiel deutlich von 93,2 auf 83,3 Punkte und erreicht damit den niedrigsten Stand seit Herbst 2022. Besonders hart trifft die Entwicklung den Einzelhandel: Mit nur noch 63,6 Punkten liegt der Stimmungswert so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Auch die Exportwirtschaft sieht schwierige Monate voraus. Nur noch 10,6 Prozent der exportierenden Unternehmen erwarten steigende Auslandsumsätze, während 36,5 Prozent mit sinkenden Exporten rechnen. Zusätzlich belastet die Zollpolitik der USA die Erwartungen vieler international tätiger Unternehmen.

Die eingetrübte Stimmung wirkt sich inzwischen auch auf Investitionen und Beschäftigung aus. Immer mehr Unternehmen planen, ihre Investitionen zurückzufahren, und nur noch wenige Betriebe wollen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

„Die Unternehmen rechnen mit einem weiteren Jahr, in dem spürbare Wachstumsimpulse ausbleiben“, fasst Berghausen zusammen. „Deutschland ist in vielen Bereichen zu unbeweglich, zu langsam und zu komplex geworden.“


Details zur aktuellen IHK-Konjunkturumfrage lesen Sie hier.

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