Hotellerie zum Anfassen: Erste Azubi-Challenge der IHK Düsseldorf in 2026 im Breidenbacher Hof

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Bei der Azubi-Challenge im Düsseldorfer Luxushotel Breidenbacher Hof maßen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik in verschiedenen Wettbewerben – und warben für eine Ausbildung in Gastronomie und Hotellerie.

Autorin: Beate Werthschulte; © IHK Düsseldorf / Martin Valk; Stand 07/2026

Gastgeber Cyrus Heydarian, Geschäftsführer des Breidenbacher Hofs, hatte es in seiner Begrüßung auf den Punkt gebracht: die Azubi-Challenge der IHK Düsseldorf sei eine wunderbare Gelegenheit, die Aufmerksamkeit auf die duale Ausbildung zu lenken und zu zeigen, wie Fachkräfte in der Gastronomie und Hotellerie arbeiten. „Mit einer Ausbildung in einem Hotel- und Gastronomieberuf kann man überall auf der Welt wirken und Exzellenz kreieren“, erklärte er. Die „Breidenbacher“ – so nennen sich die Mitarbeitenden des Luxushotels – betrachten ihren Arbeitsplatz deshalb auch gern als Wirkungsstätte. Und nun durften drei für die Ausarbeitung der Challenge ausgewählte Auszubildende, nämlich Cecilia Gebhard, Nick Stensmann und Tom Kaiser, selbst einmal prüfen, anstatt geprüft zu werden.

Drei spannende Challenges

Und sie hatten sich bei der Auswahl der drei Prüfungen, denen sich die beiden Teams Politik – vertreten durch die NRW Landtagsabgeordneten Angela Erwin und Marco Schmitz, Ratsmitglied Philipp Thämer (alle CDU) sowie Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf – und Wirtschaft – vertreten durch Andreas Schmitz, Präsident der IHK Düsseldorf, Marcel Abel, Geschäftsführender Direktor Jones Lang LaSalle SE und IHK-Vizepräsident, Dirk Lindner, Geschäftsführer Gerda Lindner Beteiligungs GmbH und IHK Vizepräsident sowie Kerstin Rapp-Schwan, Geschäftsführerin, JaJa Holding GmbH und IHK-Vizepräsidentin – stellen mussten, viel Mühe gegeben und typische Aufgaben aus der gehobenen Hotellerie ausgesucht. Bei der ersten Challenge ging es darum, eine Serviette zur Bischofsmütze zu falten. Cecilia Gebhardt, angehende Hotelfachfrau im zweiten Ausbildungsjahr, zeigte es den Teilnehmenden zweimal – und diese stellten schnell fest, dass die Aufgabe keineswegs leicht zu lösen war. Nach kritischer Begutachtung durch die drei Azubis konnte das Team Wirtschaft den ersten Punkt für sich verbuchen. Die 20-jährige Cecilia wusste übrigens bereits in der 11. Klasse, dass sie einmal eine Ausbildung in der Hotellerie absolvieren würde, im Anschluss wird sie Hotelmanagement studieren. „Ich finde es sehr wichtig, mit Aktionen wie dieser auf das Thema aufmerksam zu machen und andere zu motivieren, sich für eine Ausbildung zu entscheiden“, sagte sie am Rande der Challenge.

Auch den zweiten Wettbewerb gewann das Team Wirtschaft. Die Aufgabe bestand darin, mehrere, möglichst identisch aussehende Butternocken anzurichten. Nick Stensmann, angehender Koch im ersten Ausbildungsjahr, riet den Teilnehmenden, sich der Übung mit viel Selbstvertrauen zu stellen – die besten Butternocken gelangen dann Marcel Abel.  Bei der dritten Challenge mussten beide Teams jeweils gemeinsam einen Tisch für zwei Personen eindecken, mit Platzdeckchen, Gläsern und korrekt angeordnetem Besteck. Tom Kaiser – er startet im August in sein drittes Ausbildungsjahr – zeigte unter anderem die richtige Platzierung des Dessertbestecks direkt über dem Teller mit den Worten: „Er liegt auf ihr.“ Die Bedeutung hatten sich alle Teilnehmenden gemerkt: der Dessertlöffel muss oberhalb der kleinen Gabel liegen. Hier triumphierte das Team Politik mit einem nahezu perfekt eingedeckten Tisch. Mit 2:1 hatte also, nach dem Sieg der Politik im vergangenen Jahr, wieder einmal das Team Wirtschaft gewonnen und konnte sich über viel Applaus und einen glänzenden Pokal freuen.

Werbung für Ausbildungsberufe

Die Challenge sei eine ganz wichtige Veranstaltung, um die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Berufe im Gastgewerbe zu lenken, erklärte Kerstin Rapp-Schwan. „Eine Ausbildung in unserer wunderbaren Branche ist eine große Chance für junge Menschen – denn man wird immer analog essen und schlafen“, so die Gastro-Unternehmerin überzeugt. Auch Marco Schmitz ist von dem Format begeistert und hat schon mehrfach an den jährlich stattfindenden IHK-Azubi-Challenges teilgenommen, immer mit Spaß und einer Portion Ehrgeiz. „Politik und Wirtschaft ziehen an einem Strang, machen auf die duale Ausbildung aufmerksam und zeigen gemeinsam, wie wichtig es ist, junge Menschen in Ausbildung zu bringen“, sagte er. Die spielerischen Wettbewerbe machten aber nicht nur Spaß, sondern zeigten ganz realistische Ausbildungsinhalte – denn die enorme Bedeutung einer Berufsausbildung stand im Mittelpunkt der Azubi-Challenge, wie IHK Präsident Andreas Schmitz betonte. So sind aktuell allein in Düsseldorf noch insgesamt rund 1.300 Ausbildungsplätze vakant – und das, obwohl sich die Gesamtsituation gegenüber den Vorjahren verändert hat. „Erstmals seit langer Zeit haben wir in Düsseldorf mehr Bewerberinnen und Bewerber als freie Ausbildungsplätze. Es interessieren sich wieder mehr junge Menschen für eine Ausbildung, während gleichzeitig aufgrund der wirtschaftlichen Lage weniger Betriebe ausbilden. Zudem sind nicht alle Berufe attraktiv – und das trifft oftmals auch auf das Gastgewerbe zu“, erklärte Dr. Jürgen Holtkamp, Bereichsleiter Ausbildungsberatung, ‑stellenvermittlung und ‑projekte bei der IHK Düsseldorf, im Rahmen der Challenge. Entsprechend wichtig sei die Werbung für Ausbildung – bei den jungen Menschen und bei den Unternehmen gleichermaßen.

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