Das Inventar des „Drive-In“ wurde teilweise zerstört.

Text: Jürgen Grosche, IHK-Redaktion, Fotos: Stockheim

Die Corona-Krise trifft auch das Düsseldorfer Catering-Unternehmen Stockheim. „Uns hat es voll erwischt“, sagt Geschäftsführerin Margret Stockheim. Das Unternehmen ist Partner der Messe Düsseldorf mit dem Congresscenter und der Stadthalle sowie Pächter der Rheinterrasse. Die Messeabsagen und die behördlichen Entscheidungen hätten einen Umsatzeinbruch auf nahezu Null zur Folge. Das Familienunternehmen beschloss daher, neue Wege zu gehen: Es werden Gerichte zum Mitnehmen angeboten. Jetzt ein erneuter Rückschlag: Am letzten Aprilwochenende wurde der neue „Drive-In“ der Firma am Rheinblick von Vandalierern aufgebrochen: die Scheiben des amerikanischen Original-Airstreamers zertrümmert, das Inventar teilweise zerstört oder entwendet. „Wir hatten gerade den ‚Drive-In‘ vor der Rheinterrasse erfolgreich eröffnet. Ich bin über den Grad der Zerstörungswut höchst verwundert“, so Juniorchefin Carla Stockheim. „Wir lassen uns davon jedoch nicht unterkriegen und machen weiter.“ Bis der Wagen wieder instand gesetzt ist, bietet das Unternehmen Gerichte zum Mitnehmen – selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln – direkt am Haupteingang der Rheinterrasse am Joseph-Beuys-Ufer 33 an. Die Kunden können sie täglich, auch samstags und sonntags, nach Bestellung über die Homepage oder telefonisch zwischen 10 und 14 Uhr abholen.

„Wir wollen mit der gebotenen Vorsicht und Optimismus die Krise meistern“

Carla Stockheim

Carla Stockheim will „mit der gebotenen Vorsicht und Optimismus die Krise meistern“, zusammen mit ihren Mitarbeitern, deren Gesundheit natürlich an oberster Stelle stehe. „Wir haben gleich zu Beginn eine Task Force gebildet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen eng zu steuern. Dazu gehören Kurzarbeitergeld, Stundungsvereinbarungen und Forderungsmanagement.“

Der Verkauf geht am Haupteingang der Rheinterrasse weiter.


Das Unternehmen beschäftigt 120 Mitarbeiter, davon 80 in Vollzeit. Sie arbeiten an den beiden Standorten Messe und Rheinterrasse. Inzwischen arbeiten fast alle Mitarbeiter im Home-Office. „Die Digitalisierung ist bei uns ziemlich fortgeschritten und wir nutzen Online-/Video-Besprechungen in Teams“, sagt die Geschäftsführerin. Aber selbst wenn die Wirtschaft schnell wieder anlaufen sollte, werde das Veranstaltungsgeschäft seine Zeit brauchen. „Events und Messen werden Monate, manchmal Jahre im Voraus geplant“, erklärt Margret Stockheim. Die Situation bleibe also besorgniserregend. „Vorausgesetzt, wir können unsere geplanten Maßnahmen realisieren und ein verbindliches Ende der aktuellen Ausnahmesituation wird absehbar, sehen wir derzeit durchaus eine Chance, als Unternehmen die Krise zu überstehen. Wir haben ein sehr gutes Liquiditätsmanagement“, sagt Stockheim.

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