Immer den nötigen Sicherheitsabstand halten – bei der Thedens GmbH hilft dabei der Einsatz moderner Technik.

Text: Dagmar Haas-Pilwat, Foto: Paul Esser

„Weil wir wollen, dass alle Menschen möglichst zu Hause bleiben, vermeiden wir persönliche Kontakte. So fahren wir zu den Kunden, nehmen den Unfallschaden am Fahrzeug auf, machen entsprechende Fotos, kalkulieren den Schaden, bringen den Wagen in unsere Werkstatt und nach der Reparatur zurück zu seinem Besitzer – komplett desinfiziert, garantiert virenfrei“, sagt Andrea Del Polito.
Der technische Betriebsleiter in dem von Simone und Detlev Thedens geführten gleichnamigen, 1979 in Flingern gegründeten auf Karosseriebau und Lackierung spezialisierten Familienbetrieb, kann über mangelnde Arbeit nicht klagen. „Unsere drei Standorte mit 60 Mitarbeitern sind geöffnet und noch haben wir gut zu tun. Die Abläufe haben wir entsprechend den erforderlichen Hygienemaßnahmen angepasst“, berichtet er.

„Wir wollen mögliche Kurzarbeit vermeiden.“

Andrea Del Polito, Thedens GmbH

Das bedeutet beispielsweise: Wegen der Infektionsgefahr für die Mitarbeiter wird von 6 bis 22 Uhr nicht nur weniger, sondern auch nacheinander in zwei Schichten gearbeitet. Die fehlenden Arbeitsstunden gehen auf ein Minuskonto, das nach der Krise durch volle Arbeitszeiten wieder ausgeglichen wird. „Wir wollen auf die Art mögliche Kurzarbeit vermeiden“, erklärt Del Polito. Zudem sind alle Mitarbeiter per eigenem iPad in der Werkstatt mit Serviceannahme und Arbeitsaufträge online verbunden, Übertragungen von Viren durch Papier somit ausgeschlossen. Durch den bereits vor einiger Zeit erfolgten Umbau mit multifunktionalen Wänden sind die einzelnen Arbeitsbereiche voneinander isoliert. Die Fahrzeuge werden von Robotern bewegt, und Lieferungen von Zulieferern gehen erst einmal 24 Stunden in Quarantäne. Die Thedens GmbH, die sich zudem weltweit einen Namen in der Nutzfahrzeuglackierung gemacht hat, agiert flexibel und behauptet sich auch in der Krise erfolgreich am Markt.

Wäschedienst Heinze: Saubere Sache

Er ist Düsseldorfs meistgefragter Saubermann für Sportler-Wäsche. Und wenn in der Arena sein Wäschedienst-Logo auf der großen Anzeigentafel eingeblendet wird, dann skandieren die Fortuna-Fußballfans lautstark „Heinze!“. So war es jedenfalls Tradition, bevor ab Mitte März Sportveranstaltungen aller Art wegen des Coronavirus abgesagt wurden. „Seitdem fährt auch unser Betrieb gegen Null“, sagt Wolfgang Heinze, einer der Sponsoren des Düsseldorfer Fußballvereins. 1982 gegründet zählt der Wäschedienst inzwischen mit seinen 22 Mitarbeitern und knapp einer Million Euro Jahresumsatz zu den ganz großen in Nordrhein-Westfalen.
Normalerweise laufen die Industrie-Waschmaschinen im Betrieb an der Ulmenstraße zwölf Stunden am Tag: Bett- und Tischwäsche, Handtücher, Fußmatten, Servietten, Bekleidung von Arztpraxen, Apotheken, Restaurants, Caterern, Hotels, kleiner Handwerksfirmen, Großbetrieben, Sportvereinen und Privatkunden werden bei Heinze nach „Hausfrauen-Art“ gewaschen und gemangelt, von Hand gebügelt und gefaltet. Statt Schleudergang nun Stillstand: Nach den Schließungen von Hotels und Restaurants sind die Maschinen ins Stocken geraten, für die Mitarbeiter gilt Kurzarbeit.

„Mehr als 70 Prozent unseres Umsatzes machen wir mit gewerblichen Betrieben.“

Wolfgang Heinze, Wäschedienst Heinze

Statt Schleudergang nun Stillstand: Nach den Schließungen von Hotels und Restaurants sind die Maschinen ins Stocken geraten, für die Mitarbeiter gilt Kurzarbeit. „Mehr als 70 Prozent unseres Umsatzes machen wir mit gewerblichen Betrieben“, sagt der 61-Jährige, der gemeinsam mit seinem Sohn Jonas die Geschäfte führt. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, hat sich der Unternehmer mit drei Kollegen in Krefeld, Duisburg und Essen zusammengetan. „Die waschen jetzt unsere Teile mit. So lasten wir die Maschinen aus und können unsere privaten und gewerblichen Kunden weiter bedienen“, erklärt Heinze. Einer seiner Fahrer steuert die Praxen und Apotheken an, holt deren Wäsche ab, kennzeichnet sie und bringt sie zum Waschen.
Um laufende Kosten wie die Ladenmiete begleichen zu können, hat Wolfgang Heinze Soforthilfe von 25.000 Euro beantragt, die auch prompt bewilligt und überwiesen wurde. „So kommen wir hoffentlich über die Runden“, betont er und zeigt sich zuversichtlich, dass „wir auch in Zukunft waschen“.

Ihre Meinung ist gefragt: Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an die Redaktion.