Corona-Krise? Jetzt erst recht! Die Picnic GmbH

Serie Teil 2: Das Milchmann-Prinzip gegen den Lockdown

Frederic Knaudt erzählt, warum Picnic den Zeitgeist trifft.

Text: Dieter Sieckmeyer, Foto: Picnic

Gegründet wurde Picnic schon 2018, also lange bevor Corona für mehr als mexikanisches Bier stand. Aber schon damals entwickelte sich das Unternehmen rasant, die bunten Lieferwagen hat fast jeder schon einmal auf den Straßen gesehen. Seit Beginn der Pandemie hat Picnic noch einmal mächtig Fahrt aufgenommen. Vor allem nach dem zweiten Lockdown interessieren sich immer mehr für den Lieferdienst, der Lebensmittel bis vor die Haustür bringt. „Im Moment registrieren sich vier- bis fünfmal mehr Kunden täglich bei uns als vor Corona. Das ging ein bisschen wie in einer Wellenbewegung. Nach dem zweiten Lockdown gab es noch einmal einen Schub“, erklärt Picnic-Chef Frederic Knaudt. Dabei basiert das Geschäftsmodell auf einer ganz alten Idee: „Wir arbeiten nach dem Milchmann-Prinzip. Wir fahren bestimmte Straßen zu den gleichen Zeiten ab.“ Für den Kunden bedeutet das vor allem Planungssicherheit.

„Ich bin überzeugt, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig ist – auch nach Corona“

Frederic Knaudt, Picnic

Geliefert werden die Lebensmittel in einem Zeitfenster von 20 Minuten, während manche anderen Lieferdienste mehrere Stunden blockieren. Knaudt: „Schuhe oder Kleidung kann man bei dem Nachbarn abgeben, Lebensmittel nicht.“ Offensiv geht Picnic auch mit dem Preis um. Das Unternehmen verspricht, seine Waren zum günstigsten Kurs auch im Vergleich mit den Discountern zu liefern. Wie das funktioniert? Knaudt: „Wir haben keine Kosten für Parkplätze und Mieten. Das ist ein großer Kostenfaktor und rechnet sich.“ Gerade erst hat Picnic ein 16.500 Quadratmeter großes Lager in Langenfeld eröffnet, aus dem vor allem die Düsseldorfer Kunden versorgt werden. Natürlich kontaktlos in Zeiten der Pandemie. Knaudt ist überzeugt: „Unser Geschäftsmodell ist nachhaltig – auch nach Corona.“

Branche: Lebensmittel-Lieferdienst
Unternehmen: Picnic GmbH
Gründungsjahr: 2018
Mitarbeitende: ca. 1.800

Ebenfalls in der Serie „Corona-Krise? Jetzt erst recht!“:

Über dieses Thema haben wir auch im IHK Quarterly 01/2021 berichtet.

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